|
*
“Vergleicht man die modernen daoistischen Meditationsmethoden, …, mit den früheren Formen des Daoismus der Schule der Vollkommenen Wirklichkeit,
so fällt auf, daß sie sich mehr als die alten Texte mit den sogenannten Öffnungen beschäftigen, daß heißt mit sensiblen Punkten im Körper, auf die
der Übende seine Aufmerksamkeit während der Meditation richten kann …“
Ge Zhonghe (Ko Chung-Ho)
Über die angemessene Methode der Konzentration auf die Öffnungen
Sitzt Du in der Stille und konzentrierst Dich auf eine Öffnung – gleich auf welche -, so ist es gut, wenn Du es auf eine sanfte, entspannte und natürliche Art
und Weise tust. Bist Du zu sehr darauf fixiert, dann werden sich nach einiger Zeit das Blut und die Energie da ansammeln und stagnieren, was eigenartige Krankheiten hervorrufen kann.
Fühlst Du Dich beim Sitzen wohl und herrscht Frieden in Dir, dann ist dies ein Zeichen dafür, daß die Methode Deinem Körper und Geist entspricht; Du kannst mit der Übung fortfahren.
Fühlst Du Dich hingegen nicht wohl dabei oder empfindest im Ernstfall sogar Schmerzen, dann solltest Du die Methode noch mal überprüfen, zu einer anderen überwechseln
oder jemanden, der sich damit auskennt, um Korrektur bitten, so daß Du praktizieren kannst, ohne mit unerwünschten Nebenwirkungen rechnen zu müssen.
Vitality, Energy, Spirit In The Taoist Classics
The Collected Translations of Thomas Cleary, Volume Three

*

*
|