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unsere Texte zum
“Das Tai-Chi Ch’uan der Shaolin Schule” [I]
Die verschiedenen Formen des Tai-Chi der Shaolin-Schule, die in unserem Dojo gepflegt werden,
gehen auf Prof. CTC Chen Tao Tze Fa Sé, 10. Toan ROC zurück, der in Taiwan zum Gründer der 6. Dynastie des Tai-Chi Ch’uan ernannt wurde; er wurde als Mitglied der „Taoistischen Gesellschaft“ beauftragt,
die klassischen chinesischen Tai-Chi-Formen an SchĂĽler weiterzugeben.

“Das Drachentor öffnen”
Eine Form aus dem Tai-Chi der Shaolin-Schule
Erstmals wurde Ende der 70ger Jahre auch den Tai-Chi Praktizierenden unter uns bekannt, daĂź neben den
uns hier in Europa bekannten Tai-Chi Traditionen wie den Yang-, und Ch’en, Wu-, Sun- und Wu(Hao)-Schulen auch Tai-Chi-Formen und Stile existieren, die nur in den Klöstern von Mönchen praktiziert werden.
Dort arbeitet man mit ganz anderen Prinzipien, die Bewegungsmuster unterscheiden sich deutlich von denen,
welche in den o. a. Stilrichtungen ausgeübt werden. Die weiteren Informationen unseres Lehrers lösten
unter den Praktizierenden des Tai-Chi-Sportes insofern einige Verwirrung aus, als uns praktisch bewiesen wurde,
daß die sogenannten Trainingsmethoden des Tai-Chi Ch’uan für die Kampfanwendung, bzw. die Selbstverteidigung
nicht das sind, fĂĽr das wir sie gehalten haben. Anstatt effektive Techniken fĂĽr die Selbstverteidigung
zu sein, erklärte uns unser Lehrer, seien es lediglich aus den Übungsprogrammen oder den Formen abgeleitete
Partnerübungen, sinnvoll für die Leibeserziehung, aber völlig unbrauchbar für die Auseinandersetzung im Kampf.
In der Folgezeit wurde den Studierenden der CS-Universität einsichtig, daß zwischen dem Tai-Chi Ch’uan als Gesundheitstraining und dem Tai-Chi als Kampfkunst enorme Unterschiede bestehen.
Kampf-Tai-Chi, so lernten wir, erwies sich als eine wesentlich härtere Angelegenheit als die traditionelle Kampfkunst in unserem Kung-Fu des Ch’an Shaolim Si.
Tai-Chi Ch’uan wird heute in aller Welt als Gesundheits- oder Bewegungstherapie gelehrt. Immer mehr Menschen finden zum Tai-Chi Ch’uan, da es wenig vorbereitenden Aufwand erfordert,
die Übungen durchzuführen. Man benötigt wenig Raum, keine besonderen aber bequeme Kleidung zum Üben. Diese Entwicklung ist zu begrüßen, da Tai-Chi Ch’uan nachgewiesener Maßen die Gesundheit erhält,
Zivilisationskrankheiten vorbeugt und Körper, Geist und Seele durchweg widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten macht.
Um tiefer in das Wesen des Tai-Chi Ch’uan einzudringen und effektives Tai-Chi-Training zu erhalten, sollte sich der Anfänger nach einem guten Lehrer oder einer guten Schule umsehen.
Da beginnt jedoch fĂĽr den Einsteiger in die Materie bereits die Schwierigkeit, denn es ist nicht leicht erkennbar, insbesondere wenn man ĂĽber keinerlei Beurteilungskriterien verfĂĽgt,
welcher Lehrer oder welche Schule gutes Tai-Chi anbietet. Selbst der Status, Asiate zu sein oder bei einem chinesischen Meister studiert zu haben sind keine Garantie dafĂĽr,
daß man es mit einem Tai-Chi Ch’uan-Experten oder guten Tai-Chi-Lehrer zu tun hat. “Wenn ein Anfänger von einer falschen Person Tai-Chi Ch’uan lernt, auch wenn er sein ganzes Leben lang übt,
er wird zwar etwas Gutes für seine Gesundheit lernen, aber er wird nie zu den Geheimnissen des Tai-Chi durchdringen.“ [Sifu-Tze Chen Tao-Tze, 1982]
Prof. Chen Tao Tze hat in seiner Lehrveranstaltung über das Tai-Chi Ch’uan der Shaolin-Schule im Zusammenhang mit den 13 Elementen des Tai-Chi Ch’uan darüber gesprochen, daß ein Tai-Chi Ch’uan-Lehrer
selbst 13 Jahre das Tai-Chi intensivst praktiziert haben muĂź, um Lehrer zu werden. Allein durch das Leben im Einklang mit dem Tai-Chi-Prinzip kann ein Lehrer guten
und effektiven Tai-Chi Ch’uan-Unterricht geben. Die Befähigung, Tai-Chi Ch’uan authentisch zu unterrichten, erwirbt sich – gemäß den Anforderungen unseres Lehrer – der Tai-Chi-Studierende erst dadurch,
daĂź er sich selbst die harten und weichen KampfkĂĽnste, Meditation, Philosophie und die Gesundheitslehren angeeignet hat auf einem langen Ăśbungs- und Studienweg.
Nach Maßgabe unseres Lehrers hat also ein Tai-Chi-Lehrer über ein breites Spektrum an Wissen und Können zu verfügen, welche nicht auf die perfekte Beherrschung einer Übungsform allein begrenzt ist.
Nach Meinung von Sifu-Tze sind in Ergänzung der 13 Elemente des Tai-Chi Ch’uan zwei weitere Prinzipien von grundlegender Bedeutung:
“14. Ein Lehrer, der Tai-Chi Ch’uan unterrichtet, sollte auch Ahnung vom Tai-Chi Ch’uan als Kampfkunst haben, ansonsten wird er nur schwerlich ein tieferes Verständnis haben vom Wesen
und der Essenz des Gesundheits-Tai-Chi Ch’uan. 15. Nur ein Universalist kann ein wahrer Tai-Chi-Mensch sein, d.h. Leute,
die sich irgendeinem Dogmatismus verschrieben haben, werden keine Ahnung haben vom Tai-Chi.“
Die Anforderungen am einen guten Tai-Chi Lehrer im o. a. Sinne sind also das Absolvieren eines
universell angelegten Studiums in verschiedenen Disziplinen als auch Erfahrung. In diesem Kontext wird verstehbar, daß nur eine ältere Person mit Selbst- und Lebenserfahrung den
effektivsten Unterricht im Tai-Chi Ch’uan geben kann. Was für westliche Ohren befremdlich anmutet sind denn noch die „fachspezifischen Qualifikationen“,
die einen Tai-Chi Praktizierenden auszeichnen. Übende des Tai-Chi Ch’uan, der Kampfkünste und des Qigong streben nach der Meisterung des „qi/chi“, der Energie. Tai-Chi-Meister befassen sich mit den
Übungen des Taiji Qigong und dem Tai-Chi Sen Kong neben der Arbeit an ihrer Form. Unter „qi/chi“ verstehen die östlichen Lehrsysteme eine besondere Kraft, die sich in allem was lebt befindet
[die Freunde der SF-Trilogie „Krieg der Sterne“ identifizieren diesen Aspekt gerne mit dem geheimnisvollen Begriff „der Macht“ ;o) ].
Wie dem auch sei: ein Ziel der Ăśbungen, sei es nun die Kampfkunst oder die Energiearbeit im Qigong, ist es diese Kraft aus der Luft zu ziehen und in eigenen Inneren anzuspeichern.
Und allein dieser Aspekt des Tai-Chi Ch’uan erfordert Jahre des Studiums, der Übungspraxis. Dabei spielt die Atemschulung eine wesentliche Rolle.
Die wesentlichen Elemente des Tai-Chi Ch’uan der Shaolin-Schule. Das Tai-Chi-Training basiert auf einem integrativen Übungskonzept und besteht in seiner Ausführung
eine Einheit aus Bewegungs-, Atem- und Konzentrations-Elementen. [der chinesische Begriff hierzu ist: Liu Tiao - die sechs Regulationen] Wenn an dieser Stelle die Elemente im Einzelnen abgehandelt werden, so sind diese immer in
ihren wechselseitigen Zusammenhängen aufzufassen, d.h., ein Element fordert das Eingebundensein in die anderen, die wechselseitige Verknüpfung ergibt sich im Verlaufe des Übungsfortschrittes.
Also: regelmäßiges Üben ist unerlässlich, wie auch die Praxis der Meditation. ine sehr zu empfehlende Abhandlung über alle Aspekte des Liu Tiao findet sich bei Dr. Yang, Jwing-Ming

„The Roots of Chinese Qigong
“.
Die 6 Teilaspekte im Tai-Chi Ch’uan der Shaolin Schule sind:
1. Die Arbeit an einer Form
2. Die Atemschule
3. Tai-Chi Meditation
4. Arbeit an der Körperstruktur
5. Schule der Konzentration
6. Das Verinnerlichen des Urprinzips
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- weitere Texte sind in Vorbereitung -

die Abhandlungen über “Das Tai-Chi Ch’uan der Shaolin Schule”
[I] . [II
] . [III
] . [IV
] . [
V] . [VI] . [VII]
Danke fĂĽr Ihr Interesse
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