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In der Einleitung seines Buches
„Tao im täglichen Leben, Harmonie und Balance für den Alltag“ (ISBN 3-442-30744-9) beschreibt der Author Deng Ming Dao die 8 speziellen Eigenschaften jener Menschen,
„die auf dem Weg sind“ … (S. 12 ff) :
Einfachheit: Die, die auf dem Weg sind, führen ein einfaches Leben. Sie bewahren ihre Energien (chi, ching und shen), sind zufrieden mit dem, was sie haben. Da sie frei von Ehrgeiz sind, streben sie nicht wie andere nach blendenden Zielen
und sind imstande, ihr inneres Gleichgewicht ( die Mitte ) zu bewahren.
Sensibilität: Die, die auf dem Weg sind, sind achtsam gegenüber den anderen.
Agressivität meidend helfen sie den Bedürftigen. Da sie die Natur lieben, verbringen sie viel Zeit draußen in Feld, Wald und Flur. So lernen sie von den Jahreszeiten, beobachten die Tiere,
nehmen die schöpferischen Kräfte von da draußen in sich auf. Natur und Tao sind zwar nicht bedeutungsgleich, doch bietet die Natur uns als Teil des großen Tao eine perfekte Möglichkeit,
Einblick in die Arbeitsweise, den Gang und das Wesen des Tao zu nehmen.
Flexibilität: Gängige Lehrsysteme, Schulweisheit und Glaubenslehren tun sich schwer, diesen Aspekt der Dao-Lehre zu begreifen.
Die, die auf dem Weg sind, sehen alles in der Welt als relativ an. Nichts besteht absolut. Also schließen sie selten etwas aus, weil sie davon ausgehen, dass alle ihre Entscheidungen von Umständen abhängen
und nicht von vorgefaßten Meinungen und Ansichten.
Freiheit: Die, die auf dem Weg sind, kümmern sich nicht um Diktate von Moden, Trends,
politischen Bewegungen oder gängige Moralvorstellungen der Gesellschaft. Sie betrachten diese als zu begrenzt, kleinlich und unvollkommen.
Dao-Anhänger vertrauen auf ihr natürliches Empfinden in Bezug auf gut und böse, handeln aus einer tiefgründigeren Geistesebene heraus.
Daher waren sie oft beschuldigt, eine Gefahr für Religion und Gesellschaft zu sein. Der, der auf dem Weg ist, stellt Weisheit und Erfahrung über Regierung, herkömmliche Moral und Etikette.
Zielgerichtet: Der, der auf dem Weg ist, erkennt eine innere Ausrichtung in seinem Leben. Er akzeptiert, dass er ist, und erst dann bestätigt und akzeptiert er die Einzelheiten
in seinem Leben. Er versucht nicht jemand zu sein, der er nicht ist, sondern macht sich das, was er ist und was er um sich herum findet, zunutze. Er akzeptiert, dass er geboren wurde.
Er akzeptiert, dass er sterben wird. Und so betrachtet er den Weg, die Reiseroute, zwischen diesen beiden Punkten als seinen persönlichen Weg. So sieht er, dass jedes Stadium seines Lebens sowohl Vorteile
als auch Nachteile in sich birgt, und macht sich auf, mit den Vorteilen zu arbeiten.
Kultivierung: Der, der auf dem Weg ist führt ein bescheidenes, einfaches Leben.
Durch Beobachtung und Handeln strebt er danach, sich selbst immer weiter zu verbessern, sich weiter zu entwickeln. Durch die Vervollkommnung all ihrer Talente und Fähigkeiten
gewinnen die, die auf dem Weg sind immer mehr Selbstvertrauen. Diese Selbstkultivierung ermöglicht es ihnen, dem Fluß des Tao auf immer perfektere Weise zu folgen und an die Quelle zu gelangen.
Diszipliniert: Disziplin heißt nicht, sich jeden morgen kalt zu duschen. Der, der auf dem Weg ist, übt sich in einer oder mehreren Übungsdisziplinen, studiert die praktischen Daoistischen Lehren.
Dies heißt jedoch nicht, seiner eigenen Persönlichkeit etwas Künstliches aufzuzwingen, sondern beinhaltet ordnungsmäßiges Handeln in Hinblick auf bestimmte Ziele. Durch seine Übung erlangt der,
der auf dem Weg ist, Fähigkeiten, wie Konzentration im höchsten Maße.
Humor: Der, der auf dem Weg angekommen ist, hat alle Zweifel hinter sich gelassen. Er hat das Wesen der Dinge begriffen.
Dies ist seine Erfahrung, und sie lässt sich weder durch die Taten noch durch das Gerede der anderen beeinträchtigen. Der, der das Tao erblickt hat und in seinem Fluß lebt, betrachtet alles mit Freude und Humor.
Tief in seinem Inneren ist er durchdrungen von einem Gefühl des Getragenseins, dem Gefühl, mit der Quelle des Lebens selbst verbunden zu sein.
Er fürchtet keine Armut, denn der Weg schenkt ihm Reichtum im Überfluss. Er fürchtet keine Einsamkeit, denn das Tao umgibt ihn ständig.
Er fürchtet weder Tyrannei noch Tod, weil er weiß, dass es im Tao keinen Tod gibt. Da er frei von Furcht ist, kann er entspannt und ungezwungen mit allem was,
und jedem der ihm auf der Straße seines Lebens begegnet, freien Geistes umgehen und mit ihnen gemeinsam Spaß haben.
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