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Die Kalligraphie des Zeichen “kung” ...

... stellt das alte Quadrat dar.
Im Übertragenen Sinn, Arbeit, Fähigkeit, Aufwand, Anstrengungen, jede Form von Verzierung, die Fähigkeiten erfordern. Ein alter Kommentar berichtet: „das Quadrat gibt allen Dingen die Form ;
es bildet den rechten Winkel, der die Quadrate und die Kreise, usw. bildet.
In einer alten Form stellen die parallelen Linien Spuren innerhalb des Quadrates dar
[ Wieger, S. 212
]
Bei Deng Ming Dao [S. 171] lesen wir. Gong. Arbeit, Sachkenntnis, eine gut geleistete Arbeit.
Dieses Zeichen leitet sich aus dem Zeichen für „Himmel [tian]“ ab.
In alten zeiten nannte man den Kaiser „Sohn des Himmels“. Alle anderen auf Erden existierten, um für ihn zu arbeiten [ :o(( ].
Durch die Entfernung des Elementes für „Person [ren]“ –nämlich den Kaiser [ :o)) ] aus dem Zeichen für „Himmel [tian]“ blieb das Zeichen für „Arbeit“ übrig. Leben heißt arbeiten [ :o( ].
Wenn wir arbeiten, lernen wir. Ein Mensch, der mit seinem Bücherwissen nie etwas angefangen hat, hat etwas Langweiliges an sich. Tatsächlich ist sein Wissen ziemlich beschränkt.
Durch das Tun lernen wir sehr viel mehr. Für unsere Persönlichkeitsentwicklung ist es von entscheidender Bedeutung,
daß wir uns an den Grenzen von Materie, Raum und Zeit messen, Kenntnisse erwerben, unser Können erproben.
Es ist wichtig, daß wir eine Arbeit tun, die nicht nur zur Produktion führt,
sondern die uns auch Geschicklichkeit und Kunstfertigkeit abverlangt und diese schult. Anders ausgedrückt ist die Art von Arbeit am wichtigsten, die aus unserem eigenen Leben entsteht,
und nicht in gesellschaftliche und wirtschaftliche Zwänge eingebunden ist. Die Art und Weise und die Motivation aus der heraus wir arbeiten, drückt unserer Persönlichkeit einen nachhaltigen Stempel auf.
Wenn wir unsere Arbeit als essenziellen Bestandteil unseres Lebens erkennen, führt dies zu einer Einstellung gegenüber Leistung und Vervollkommnung und darüber hinaus zu einer Ansammlung von praktischer Weisheit,
welche anders unmöglich zu erlangen ist.
Die Alten Meister, die dieses Prinzip erkannten, setzten Arbeit = Können. Welche Art von Arbeit Du tust – Arbeit in der Landwirtschaft, im künstlerischen Bereich,
spirituelle Arbeit, im Handwerk, in der Fabrik oder am Computer -, ist nicht entscheidend. Wichtig ist allein, daß Du Deine Arbeit auf einem soliden, tief gründenden Level ausführen kannst.
So sagte man in alten Zeiten, daß jemand, der es in seinem Handwerk zu großen Können, zur Meisterschaft gebracht hat, das Tao dieses Handwerkes oder dieser Kunst verwirklicht habe.
Hat man das Tao in einem Teilbereich verwirklicht, so ist man auch dem Tao in seiner Ganzheit nicht mehr fern.”
Deng Ming Dao

Tao im Täglichen Leben
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