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Das Fünfte ist erwachende Einsicht.
Zhuangzi sagt: „Jene, die in gelassener Konzentration wohnen, strahlen das Licht des Himmels aus.“
Der Geist ist das Haus des Weges, wenn Leere und Stille ihren Höhepunkt erreichen,
wohnt dort der Weg und Einsicht wird geboren. Einsicht kommt vom Grunde deines Wesens; sie ist nichts, was du gerade erst erhalten hast.
Wegen Verwirrung durch Gier und emotionaler Anhaftung jedoch, wird sie unklar und geht verloren. Durch Reinigung und Besänftigung, zu Reinheit und Ruhe zurückkehrend,
wird das tatsächliche spirituelle Bewusstsein schrittweise seiner selbst klar; dies bedeutet nicht, dass die Einsicht gerade jetzt erst geschaffen wurde.
Wenn Einsicht einmal aufgetaucht ist, schätze sie und behalte sie in deinem Herzen;
erlaube dem exzessiven Intellekt nicht deine Konzentration zu stören. Es ist nicht so, dass es schwer ist Einsicht zu erzeugen, Einsicht zu haben und sie nicht zu missbrauchen ist, was schwer ist.
Von alters her waren es viele, die das Konkrete vergessen haben, wogegen es wenige waren, die das Abstrakte vergaßen. Einsichtig sein, aber es nicht zu missbrauchen, bedeutet das Abstrakte zu vergessen.
Einsichtig sein ohne Missbrauch führt zu Freiheit von Exzessen auf dem Weg,
so dass man die tiefe Verwirklichung wahrer Ewigkeit erlangt. Einsichtig sein ohne Missbrauch ist weiterhin ein kunstvolles Mittel Stabilität und Einsicht zu verbessern.
Begib dich einfach in die Konzentration um Einsicht zu wecken; ob es früher oder später passiert, kann der einzelne nicht beeinflussen, also suche nicht hastig nach Einsicht durch Konzentration.
Wenn Du Einsicht suchst, wird dies die Konzentration kompromittieren, wenn die Konzentration kompromittiert wird, gibt es keine Einsicht. Wenn sich Einsicht einstellt,
ohne dass Du nach Einsicht suchst, dann ist es echte Einsicht.
Einsicht befähigt dich dazu den Weg zu kennen; es ist nicht das Erlangen des Weges.
Zhuangzi sagt: „In alten Zeiten haben jene, die den Weg kannten die Intelligenz
mittels Gelassenheit gepflegt; ihre Intelligenz entwickelte sich, aber sie haben sie nicht missbraucht. “ Dies nennt man Intelligenz benutzen, um Gelassenheit zu pflegen.
Intelligenz und Gelassenheit pflegen sich gegenseitig, und Harmonie und Vernunft stellen sich ein. Gelassenheit und Intelligenz sind Stabilität und Einsicht; Harmonie und Vernunft sind der Weg und die Tugend.
Intelligenz ohne Missbrauch, in dieser Gelassenheit verweilend und über einen langen Zeitraum gesammelt,
wird natürlicherweise zu dem Weg und seiner Tugend.
Thomas Cleary (Hrg.) Practical Taoism in Cleary The Taoist Classics Band 2

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Übersetzt von Örmi
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