Der Klassiker Wen-Tzu - “das Verstehen der Geheimnisse”.
Starke und zeitlose Aussagen der Tao-Meister des Weges
(
ca. 800 bis 300 vor unserer Zeitrechnung )
“Also sprach Lao-Tze”
- in der Übersetzung von Thomas Cleary -
:
“Um Meisterschaft über uns selbst zu erlangen, sollten wir zuerst den Geist nähren.
Dies taten die alten Weisen, während die minder Begabten allein ihren Körper nähren.
Ist unser Geist klar, dann wird unser Herz ausgeglichen sein,
Frieden herrscht im ganzen Körper.
Dies heißt, die Wurzel des Lebens nähren.
Setzen wir Fett an und schlagen uns nur den Bauch voll,
dann gibts nur weiter mehr Begierden.
Dies heißt, nur die Zweige des Lebens nähren.
der Ur-Ahn Lü, einer der 8 Unsterblichen der Tao-Sagenwelt. Sagenhafter
Ebenso ist es besser, nährend auf eine Gesellschaft einzuwirken,
sich auf Gesetze zu stützen ist nur die zweitbeste Methode.
Die Wurzel der Ordnung ist da,
wenn sich die Menschen gegenseitig Achtung zollen,
und jeder den anderen übertreffen will durch Bescheidenheit,
Demut und harter Arbeit.
So werden sie sich weiterentwickeln, jeden Tag,
ohne, daß sie das selbst bemerken.
Die Menschen allein durch Belohnungen für Gutes ermutigen
und Androhen von Strafen vom Schlechten abhalten
ist erst das zweitbeste und die Zweige der Ordnung.
Ursprünglich nährte man die Wurzel,
später nahm man nur Einfluß auf die Zweige.
(128)

*

“Eine gesunde Geistesverfassung besitzen wir,
wenn wir einen leichten Zugang in unserem Innern zu unserer ursprünglichen und wahren Natur finden,
 wenn wir nach außén hin korrekt handeln und halbwegs vernünftig sind,
ohne uns in Dinge zu verstricken.”

*

“Der Raum zwischen Himmel und Erde ist Körper eines Wesens,
und alles innerhalb des Universums ist eben die Form eines Wesens.
Daher ist diese Welt kein bedrohlicher Ort für die Meister,
die ihre innerste Natur verstehen.
Sie verstehen die subtilen Übereinstimmungen und geraten
auch nicht durch sonderbare Erscheinungen in Verwirrung.
 Erkenne das in der Ferne durch das Naheliegende,
denn tausend Meilen sind ein und dasselbe...”

*
Also sprach der Meister Lao-Tze:

Die Meister des Wissens vergewaltigen nicht ihr Herz,
die gwöhnlichen Leute überwinden nicht ihre Begehrlichkeiten.
Diejenigen, die zur Klarheit durchgedrungen sind,
handeln aus ihrer natürlichen und gesunden geistigen Verfassung heraus,
während die niedrig-gesinnten allen ihre entarteten Neigungen ausleben.
Ein gesunder Geisteszustand besteht darin, daß wir einen leichten Zugang finden,
täglich, zu unserer inneren Kraft, unserer ursprünglichen Natur
und in unserer Mitte sind.
Im Äußeren können wir vernünftig handeln, ohne in die Dinge eingebunden zu sein.
Was heißt entartete Neigungen ?
Wenn wir immer weiter auf raffinierte Reize aus sind, Geschmack,
Gehör und Augen gierig nach neuem suchen, unserer Begeisterung
und unserem Ärger freien Lauf lassen
und uns nicht um die Folgen unserer Handlungen scheren.
Geistige Klarheit und Entartung stören einander.
Begehrlichkeit und die ursprünglich-wahre Gesinnung schädigen einander.
Beides kann nicht nebeneinander bestehen.
 Kommt das eine auf, verschwindet das andere.
Um unserer wahren Natur zu folgen,
mindern wir – wie die alten Weisen es schon taten – unsere Begehrlichkeiten.
Unsere Augen lieben Formen und Farben, unsere Ohren lieben Klänge und Töne,
 und unsere Nase liebt Gerüche, der Mund die Geschmäcker.
Was die gewohnheitsmäßigen Wünsche betrifft, so wissen weder die Augen,
noch die Ohren, weder Nase noch Mund, was sie eigentlich wollen.
Unser Bewußtsein ist es , was all dies kontrolliert,
so daß alles an seinem Platz kommt.
Aus diesem Blickwinkel ist es ganz klar,
daß nur Wenige das Bedürfnis verspüren,
ihre die Begehrlichkeiten abzulegen.


*


.

Wen-Tzu - das Verstehen der Geheimnisse
Textauswahl aus den Übersetzungsversionen von Thomas Cleary:

 Gesetze fallen nicht vom Himmel und entspringen
nicht der Erde
 Sie entstammen der Selbstreflexion und Selbstkorrektur
des  Menschen.
 Wenn wir wirklich an der Wurzel angelangt sind,
 werden uns die Zweige nicht verwirren. 
 Wenn wir erkennen, was das Wesentliche ist,
 dann wird uns der Zweifel nicht mehr plagen. 

*

 Was für die unteren Stufen gilt,
darf auf den höheren Stufen  nicht mißachtet werden,
was dem Volk verboten wird,
darf priviligierten Menschen nicht gestattet werden. 
 Wenn also Menschen, die andere führen, Gesetze  erlassen,
 dann sollten sie sie zuerst auf sich selbst anwenden,
um sie auszuprobieren.
Erst wenn eine Bestimmung für die Führung  geeignet ist,
 darf sie dem Volk auferlegt werden.
                                                              
*

 Gesetze und Verordnungen werden den Gepflogenheiten der  Menschen anzupassen sein.
Die Werkzeuge sind dem Wandel der Zeit unterworfen.

*

 Menschen, die unter dem Zwang von Regeln stehen,
 sind nicht  in der Lage, neue Unternehmungen mitzuplanen.
 Menschen, die an Ritualen kleben,
können nicht bewegt werden sich auf Veränderungen einzustellen.
 Erst wenn wir das Licht der persönlichen Wahrnehmung
und auch die Klarheit des persönlichen Lernens erlangt haben,  
 werden wir den Weg im Handeln beherrschen.

*

 Jene, die wissen, woher Gesetze stammen,
passen sie den Erfordernissen der Zeit an,
 jene, die nicht um den Ursprung der Wege zur Ordnung wissen,
 mögen diese Wege zwar beschreiten,
aber sie werden letzten Endes doch im Chaos enden...
 Nur durch Weisheit ist es möglich, die zu unterstützen,
 die sich in der Gefahr bewegen, ansonsten wird es unmöglich sein,
Ordnung ins Chaos zu bringen. 
 Da es genug Ignoranten gibt, die nur über die Vergangenheit reden
und das Althergebrachte verherrlichen,
handeln wir  nicht nach Gesetzen, die nicht Sinn-voll sind
und schenken auch keinen Worten Gehör,
die sich als unwirksam erwiesen haben

*

 Gibt es mehr als genug, ist jeder nachgiebig,
 gibt es weniger als genug, dann herrscht Konkurrenz. 
 Sind die Menschen nachgiebig,
dann entwickelt jeder  Höflichkeit und Gerechtigkeit. 
 Herrscht Konkurrenz, dann kommen Gewalt und Verwirrung auf.
 Sind die Wünsche zahlreich, werden die Sorgen deswegen nicht weniger.
 Für jene, die Bereicherung suchen, hört der Wettstreit nie auf.
 Ist unsere Gesellschaft in Ordnung,
bewahren wir uns Aufrichtigkeit
und lassen uns nicht durch Gewinn oder Vorteil verführen.

*

 Ist unsere Gesellschaft im Chaos,
dann benehmen sich die oberen Klassen wie Verbrecher,
und auch Gesetze können diesem nicht ein Ende machen.

*

 Es gibt drei Arten des Todes, die keine natürlichen Ursachen haben :
Wenn du unmäßig ißt und trinkst und deinen Körper sorglos
und geringschätzig behandelst,
 dann werden dich  Krankheiten töten.
Wenn deine Habgier und dein Ehrgeiz keine  Grenzen kennen,
dann werden dich Strafen töten.
Wenn du zuläßt daß kleine Gruppen die Rechte der Massen verletzen
und die Schwachen von den Starken unterdrückt werden,
dann werden dich Waffen töten.
          
*

 Ergründe dein Schicksal, kontrolliere dein Denken, 
 ordne deine Vorlieben und lebe im Einklang mit deiner wahren Natur;
dann hast du den Weg des Führens erfaßt.
 Ergründe dein Schicksal,
und weder Unglück noch Glück können  dich in Verwirrung stürzen.
 Kontrolliere dein Denken,
und du wirst den Empfindungen von Freude
oder Zorn nicht hilflos ausgeliefert sein.
 Ordne deine Vorlieben,
und du wirst nicht ersehnen, was nutzlos ist.
 Lebe im Einklang mit deiner wahren Natur,
und deine Wünsche  werden nicht maßlos sein.
    
Wenn dich weder Glück noch Unglück verwirren können,
 dann folgst du der Vernunft, ob du nun handelst oder ruhst.
 Wenn du es nicht dem Zufall überläßt,
ob du Freude oder Zorn empfindest,
dann schmeichelst du den Menschen nicht
in der Hoffnung auf Belohnung oder der Furcht vor Strafe. 
 Wenn du nicht ersehnst, was nutzlos ist,
dann verletzt du deine Natur nicht durch Gier.    
 Wenn deine Wünsche nicht maßlos sind,
dann nährst du das Leben und erfährst Zufriedenheit.

 Diese vier Dinge kannst du nicht im Äußeren finden,
 sie hängen  nicht ab von anderen Menschen.   
 Erreiche sie, indem du zu dir selbst zurückkehrst !

*

 Was der Himmel überspannt, was die Erde trägt,
 was Sonne und Mond bescheinen,
das unterscheidet sich durch Form und Beschaffenheit,
aber alles hat seinen Platz.
 Was die Freude freudvoll macht, kann auch Trauer hervorbringen
 und was Sicherheit sicher macht, kann auch Gefahr herauf beschwören.
 Wenn also Weisheit die Menschen führt,
dann wird dafür gesorgt  daß die Menschen in ihrem Heim sicher sind,
daß sie dort leben,  wo sie sich wohl fühlen.
Es wird dafür gesorgt, daß die Menschen die Arbeit verrichten,
der sie gewachsen sind,
 daß sie in Angriff nehmen, was sie bewältigen können,
und daß  sie ihr Bestes geben.
Auf diese Art und Weise sind alle  Menschen gleichgestellt
und werden sich nicht gegenseitig in den Schatten stellen.  

*

 Großmütige Führer breichern ihr Volk,
 despotische Führer bereichern sich selbst. 
 Länder, die in Gefahr sind, bereichern ihre Beamten. 
 Geordnete Nationen scheinen Mangel zu leiden,  
 verlorene Nationen haben leere Speicher.   
 Deshalb heißt es:
Wenn Führer es nicht ausbeuten,
 wird das  Volk von selbst reich,
wenn Führer sie nicht manipulieren, 
 dann entwickeln sich die Leute von selbst. 
 Wenn du eine hunderttausend Mann starke Armee aufstellst,
 dann kostet dich dies tausend Einheiten Gold pro Tag.
 Militärischen Aktionen folgen immer schlechte Jahre.
 Daher sind Waffen keine glückbringenden Werkzeuge
und klare Menschen horten sie nicht.
 Hast du dich mit großen Feinden versöhnt und trotzdem noch Haß,
 wie ungeschickt hast du da gehandelt.

*

 Der Weg besteht darin, das zu bewahren, was du bereits hast, 
 und nicht darin, das zu suchen, was du nicht hast. 
 Wenn du suchst, was du nicht bekommen hast, besteht die Gefahr,
 das zu verlieren, was du bereits hast; 
 begnügst du dich mit dem, was du bereits hast, dann wird auch
 kommen, was du anstrebst.

*

 Der Weg vermag jene, die auf ihren Vorteil bedacht sind,
nicht  zu fördern, aber du kannst ihn benutzen,
um deinen Geist zu festigen und Schaden abzuwenden.

*

 Der Weg sagt:
In der Dunkelheit folge der Autorität der Natur 
 und habe teil an der Energie der Natur;
du wirst dir keine Gedanken und Sorgen machen,
du wirst nichts Überflüssiges anhäufen.
Du heißt das, was kommt nicht willkommen
und du klammerst dich nicht an das, was geht.
Menschen weilen im   Norden oder Süden, im Osten oder Westen,
 du weißt zu verweilen in der Mitte.
So du vermeidest, deine Aufrichtigkeit zu verlieren,
auch wenn  du unter unaufrichtigen Menschen lebst;
du fließt gemeinsam  mit der Welt und verläßt doch nicht dein Reich.  
 Du strebst nicht danach, gut zu sein, und versuchst nicht,   
 einer Schande auszuweichen.
Da du dem Weg der Natur folgst,   
 beginnst du nichts bewußt und konzentrierst dich nicht
allein auf dich selbst.
Da du mit dem Muster der Natur übereinstimmst,
 planst du nicht im voraus, aber du verschwendest deine Zeit nicht
und läßt keine Gelegenheit ungenutzt verstreichen.
 All deine Hoffnung legst du in die Natur und suchst keinen  Gewinn,
ohne aber das Glück von dir zu weisen.
 Da du den Gesetzen der Natur folgst,
gibt es in deinem Inneren  kein ungerechtfertigtes Glück
und äußerlich kein ungerechtfertigtes Unglück,
und so entstehen weder Glück noch Unglück.
 Wie könnte dich da jemand berauben ?

Der Klassiker Wen-Tzu - “das Verstehen der Geheimnisse”.

Der Klassiker Wen-Tzu - “das Verstehen der Geheimnisse”
 
Starke und zeitlose Aussagen der Tao-Meister des Weges
(ca. 800 bis 300 vor unserer Zeitrechnung)
“Also sprach Lao-Tze”
- in der Übersetzung von Thomas Cleary (Hrg.)-

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Texte aus dem Wen Tzu, das Verstehen der Geheimnisse -

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A1] * [A2 ] * [04] * [24] * [32]
* [
35 ] * [nn] * [57] * [nn] * [nn ] * [110] *

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Shaolin Grundschule, Suasanne Hiekel
Drachenübung aus dem Qigong im Kung-Fu


Kampfkunst ein Weg mit Herz   *   wu-shu   *   Schwertmeister   *   Takuan   *   Suzuki Shosan   *   Yagyu
Über Prinzipien der Kampfkunst: 
A1234567Q   *   Sun-Tzu * Shen Shu
 

shen : Schriftzug des Geistes, einer der drei Schätze der chinesischen Philosophie. Mehr Symbole im Archiv der Symbole


Shen - Kalligraphie
- der Geist -
 

té - Kalligraphie, Symbol / Zeichen der Inneren Kraft

Ur-Ahn Lü
Figur des Dojo Duisburg



- an der Verbesserung unserer Seiten wird fortlaufend gearbeitet -

besuchen Sie uns wieder, wenn Sie Zeit haben

Texte zu Begriffen aus der Philosophie
wie den Kalligraphien der
Zeichen des I-Ging gibt es

-
hier -

Yi - die Wandlungen .. zur Auswahltabelle - Danke für Ihr Interesse ...

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Danke für Ihr Interesse

*

Der Kreis, ein tao-Symbol, Weisheiten des Kung-Fu-Tze


Die Philosophie des Tao und Zen erschöpft sich nicht
in einer Sammlung alter Spruchweisheiten.
Auf den
Lehren und Erkenntnissen der alten Meister fußt das
gesammte System der ganzheitlichen Lebenspraxis der östlichen Weisheitsschulen.
 Begriffe wie der Weg, die Mitte und die Kraft finden ihre alltägliche Anwendung
in Bewegungs- und Meditationsformen, Übungen der Entspannung und der Kampfkünste,
wie wir Sie Ihnen hier auf unseren Web-Seiten vorstellen.
Auf diesen Seiten finden Sie neben einigen Bildern aus unserem Übungsangebot, auch eine Auswahl
von Texten aus der klassischen Tao- und Zen-Literatur.
*
Vielen Dank für Ihr Interesse und :
Den Frieden auf einem klaren Weg

*
 

WEN TZU


Schule für
 
Kung-FuTai-ChiQi-GongMeditation
 
20 Jahre :
Wege zum  Ziel,  unterwegs sein mit  Herz und  Verstand

Wege zu 
drei guten Adressen an Rhein und Ruhr.
Ein Blick in ein Dojo des Tao-Chi.
 

Tao-Chi - Kursangebote in unserem Dojo
Kalligraphie chi - das Zeichen für Energie


Chi - Kalligraphie
-
die Energie -
 

Kalligraphie tao / dao - der Weg, unser Text


Tao - Kalligraphie
-
der Weg -
 

das Tor zur Übung - zu unseren Kursangeboten



tu, das Element Erde

tu

shin, das Element Metall

shin

 mu, das Element Holz

   “
mu”   

 huo, das Element Feuer

   “
huo”   

 shui, das Element Wasser

shui

shen - der Körper

shen

*



tao, der Weg

tao

té



 ching (ying), die Essenz

   “
ching”   

 chi (qi) - die Energie

   “
chi”   

 shen - der Geist

shen

zhi - der Wille

zhi

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