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Unterwegs zur Magischen Stadt - ein Weg zu innerem Frieden
Leseprobe aus der Einführung zum Dhammapada – die Quintessenz der Buddha-Lehre
von Thomas Cleary
Nach innerem Frieden zu suchen gehört zu den ältesten Bestrebungen der Menschheit.
Das Auf-der-Suche-Sein nach Gelassenheit und Unabhängigkeit – ein Phänomen, das vielleicht unweigerlich mit Bewußtsein einhergeht – hat die überragenden Denker der gesamten uns
bekannten Menschheitsgeschichte beschäftigt. Derart real und vordringlich stand offenbar den frühen Denkern ihr Bedürfnis nach innerem Frieden vor Augen, daß sich in den Gesellschaften
des Altertums Lehren über geistige Freiheit und entsprechende Techniken zugleich mit den materiell nutzbaren Technologien entwickelt haben.
Das Wen-Tzu, ein uraltes chinesisches Buch, beschreibt den Ursprung und die Entwicklung der komplizierter werdenden menschlichen Psyche in verschiedenen Abstufungen.
Zunächst “war es noch nicht zum Verlust der reinen Einfachheit gekommen; daher waren alle Wesen sehr entspannt.“ Als die Gesellschaft aus diesem ursprünglichen Zustand herausfiel, “gab es das Erwachen eines
von Absichten geleiteten Bestrebens. Die Menschen befanden sich auf der Schwelle zwischen dem Verlust ihres unschuldigen Geistes und einem bewussten Verständnis des Universums.“
Schließlich „hatten sich alle Menschen aufgerichtet, und denkend hielten sie der Belastung durch visuelle und akustische Sinneseindrücke stand.“
Letzten Endes „entwickelten sie sich dahingehend, daß sie an den Dingen Geschmack fanden und ihr Begehren auf diese richteten, und ihr Erkenntnisvermögen wurde von Äußerlichkeiten in die Irre geführt.
Die Ursprünglichkeit des Lebens war nicht länger eine reale Gegebenheit.“ ... Über Jahrtausende hinweg sind unzählige Wege zu innerem Frieden ausprobiert, aufgegriffen,
adaptiert und fallengelassen worden. Ein umfangreicher Wissensschatz, anfangs mündlich überliefert, später dann niedergeschrieben, wurde durch diese seit undenklichen Zeiten betriebene Suche zutage gefördert.
Ein besonders hoch angesehenes unter den Büchern heißt Dhammapada, „der Pfad der Wahrheit“ oder „die Darlegungen über die Grundwahrheiten“. Es ist dies eine populäre Sammlung von Äußerungen
über den Weg zu innerem Frieden. Sie sind den Lehrreden des Gautama Buddha entnommen, der ca. 500 Jahre vor Christus lebte. Von Gautama heißt es. Er habe vollkommene Geistesruhe erreicht.
Er soll 49 Jahre darauf verwandt haben, von Ort zu Ort zu wandern, um anderen mitzuteilen, wie sie ebenfalls Gelassenheit und Unabhängigkeit – die Befreiung – erlangen könne. ...
Im Gesamtkontext des Buddhismus bezeichnet man das in den Unterweisungen des Dhammapada skizzierte Voranschreiten zur individuellen Befreiung und Geistesruhe als den „Kleineren Weg“.
Dessen Ziel – Nirwana – nennt man die „Magische Stadt“ Von dort aus eröffnet sich eine neue Perspektive: Der „Größere Weg“, dessen Ziel – erleuchtetes Wissen und erleuchtete Einsicht –
man das „Kostbare Land“ nennt. Befindet man sich erst einmal in diesem Bereich des Bewußtseins, tritt der letztendlich zutage: Dieser wird als Tantra bezeichnet, als die Fundamentale Kontinuität,
in der Himmel und Erde vereint sind. Ob man schließlich das Ende dieses Weges erreicht und ob der spirituelle Entwicklungszustand derjenigen,
die den Weg beschreiten, auf sicherer Grundlage ruht – dies ist abhängig von der Tiefe der Einsicht, Gelassenheit und Geduld, die beim Zurücklegen des „Kleineren Weges“ erworben wurden
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Dhammapada – die Quintessenz der Buddha-Lehre -
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Texte aus dem Dhammapda
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Dhammapada VIII.01
“Besser als tausend aus sinnlosen Aussagen zusammengesetzte Aussprüche ist eine einzige sinnvolle Aussage, durch die Du, sobald Du sie vernimmst, zur Ruhe kommst.“
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